Archive for November 2008

Requiem für Aisha aus Kismayo

November 15, 2008

Die Welt ist dunkler geworden, seit Du im Grabe liegst, Aisha.
Von Deinen sanften braunen Augen ist nichts geblieben,
noch nicht einmal ein gebrochener Blick.

Deine gellenden Schreie zerfurchten fast den Himmel,
als drei Männer Dich verschleppten nachts,
Dich, Du Kind, gerade dreizehn geworden.
Wie sie Dich nahmen, ihr Fleisch in Dich stachen,
der brennende Schmerz zwischen Deinen Schenkeln,
deren rauchiger Atem auf Deinen wimmernden Lippen,
ihr Keuchen und Stöhnen, ihr beißender Geruch
und ihr pulsierendes Gewicht drohten Dir den Luftstrom zu nehmen.
Sie drangen in Deine Öffnungen, von vorn, von hinten,
Du hattest den Geschmack von Sand und Sperma im Mund.
Der Abgrund schoss durch Deine Gedanken, sterben, sterben, sterben.
Nach Ewigkeiten ließen sie endlich ab,
verschwanden gröhlend im Schattenreich der Nacht.
Da lagst Du zu Blei geworden reglos wie der Boden selbst.
Mattherzig wandelte ein Dreiviertelmond
an den trostlos funkelnden Sternen vorbei.
Ein Lichtschimmer am Horizont gab Dir den Schlaf des Vergessens,
bis Dir die Sonne die Lider öffnete, alles an Dir war blutig, verdreckt,
gnadenlos der Alptraum, der sich von den nächtlichen Ahnungen
in den nackten Tag mit wachsendem Grausen gedrängt hatte.
Kleine Schritte durch den warmen Sand gaben etwas Halt,
als von weitem Deine Mutter verzweifelt nach Dir rief.
Das blanke Entsetzen ließ Dein Anblick in ihren Augen flackern.

Dein Name war wie Deine geschwungene Braue, Aisha.
So oft hatten Deine vollen Lippen den Propheten gepriesen,
nach dessen Lieblingsfrau sie Dich nannten.

In den Armen Deiner Mutter warst Du vorerst sicher,
weinend mit einer Dir fremden eigenen und wortlosen Stimme
aus gequälten Lauten, als hätten sie Dir die Haut abgezogen.
Die Blicke Deiner Geschwister waren von Trauer so seltsam.
Dein Vater bedeckte mit den Händen sein Gesicht,
hilflos murmelte er immer wieder Gebete in die Ecken.
Wofür diese Strafe, diese schöne Tochter Gottes, geschändet,
was würde nun werden aus den geschmiedeten Plänen.
Deine Mutter wusch Dich vorsichtig wie ein Kleinkind,
ihren tiefen Kummer konnte sie nicht verbergen,
auch erklären konnte sie Dir nicht, was geschehen war.
Vergewaltigung, zu furchtbar war diese Schande für die ganze Familie,
in ihren Adern begann allmählich die Wut zu kochen.
Sie beschlossen, für diese Schmach Gerechtigkeit einzufordern,
dieses grausame Verbrechen anzuzeigen, das Dein Leben zerstört hat.
Recht sprechen würde darüber die islamistische Al-Shabab-Miliz,
so dachten sie, im vollen Vertrauen auf die Richtigkeit ihres Glaubens
und der Urteilskraft des Imams und der Miliz, die die Stadt kontrollierte.
Du aber wolltest das Haus auf gar keinen Fall verlassen,
die Angst lauerte überall außerhalb der vertrauten vier Wände.
Lodernde Schmerzen im schwachen Leib versagten Dir das Laufen.

Deine Anmut entblößte die Schuld Deiner Brüder, Aisha.
Das Salz der Tränen verwüstete durch die tägliche Mühsal ihre Herzen,
Deinen Mördern blieben nur Augen und Zungen aus Stein.

So legten Deine Eltern Dich auf einen morschen Holzkarren,
wie ein Beweisstück, damit der Imam die Schandtat erkennen könne.
Aber kaum waren sie dort angekommen,
kaum hatten sie das Unaussprechliche geäußert,
stürzten sich schon die Milizionäre auf Dich,
sie zerrten Dich in einen feuchten düsteren Raum.
Du hörtest das Klagen Deiner Eltern, ihre verzweifelten Bitten.
Fassungslos mussten Deine Eltern erfahren,
dass Du ganz allein die Schuld zu tragen hast,
den außerehelichen Geschlechtsverkehr vollzogen zu haben.
Die Sharia gebietet es, dass eine Frau den Tod verdient,
wenn sie genau das tut, und die Frau ist immer schuldig.
Niemand machte sich die Mühe, die Täter zu suchen oder zu verhaften.
Die Beweislage war für sie klar, Du hattest die Männer verführt,
dabei hattest Du noch nicht einmal das heiratsfähige Alter erreicht.
Dass Du erst dreizehn warst und somit nicht zu verurteilen,
lösten sie so, indem sie Dein Alter auf dreiundzwanzig festlegten.
Die Zelle war schmierig von Kot, auf dem Boden lag eine alte Matratze.
Wie ein Embryo lagst Du zusammengerollt, schlotternd vor Angst
im Halbdunkel, bedrohlich die schweren Schritte, dann wieder Ruhe.
Ganz fest hast Du an die Tage vor dem Schrecken gedacht,
an das so wunderbar gleißende Sonnenlicht,
das vergnügliche Versteckspiel mit Deinen Schwestern,
das Lachen Deiner Mutter, nachdem sie geschimpft hatte,
die unverhoffte Freude, den heimischen Duft von Brot am Morgen,
die staubige Straße, Streit mit den Nachbarn, Wind in den Haaren.

Dein Sehnen war erloschen vor Deiner Zeit, Aisha.
Wie Deine Schwestern sollte auch Dich Dein Schicksal beschenken,
mit einem seelenvollen Mann und zauberhaften Kindern.

Für einen Moment huschte ein Lächeln durch Dich,
dann brach unerbittlich die Wirklichkeit in Deine Innenwelt,
Deine Augen wolltest Du nicht öffnen, nicht sehen,
was Dich umgab, nicht begreifen, was mit Dir geschah,
es darf nicht wahr gewesen sein, es darf nicht sein, nein.
Die Erschöpfung brachte kurz den willkommenen Schlaf.
Früh am Morgen weckten Dich harte Männerstimmen,
sie brüllten Dich an, wie Du so niederträchtig sein konntest,
die Ehre Deiner Familie und den Glauben zu beschmutzen.
Einer der Männer griff Dir zwischen die Beine und höhnte,
dass das Dir sicher gefallen würde, aber nun sei es zu spät.
Die Miliz war in einem Lautsprecherwagen durch die Stadt gefahren,
um Deine bevorstehende Steinigung anzukündigen, ein Spektakel.
An die tausend Einwohner versammelten sich bis zum Nachmittag
im Fußballstadion, um Steine zu werfen und alles genau zu verfolgen.
Eine ganze LKW-Ladung Steine wurde dorthin geliefert,
und in die Mitte wurde ein Loch in die Erde gegraben.
Dann holten sie Dich, johlende Männer spuckten nach Dir.
Dein Wimmern, Dein Klagen, Dein Jammern half nichts,
auch Dein flehendes Bitten um Gnade beim Herrn schien töricht.
Es blieben Dir nur Deine panischen Rufe, nicht getötet zu werden.

Deine Gebete waren wie Anker in der Lüften, Aisha.
Wie die Wolken verblassten sie und verloren sich ohne Sinn,
wie auch Dein Leben verging, ganz ohne Sinn.

Nicht hergeben wolltest Du Dein einziges Leben, nicht lassen,
konntest es nicht lassen, so viel Kraft und Willen waren in Dir,
vier Männer mussten Dich bändigen, um Dich ins Loch zu stoßen.
Sie gruben Dich dort bis zum Hals ein, bis Dein Leib feststeckte.
Die irrsinnige Angst ließ Deinen Atem Schreie wie Sirenen ausstoßen,
während sich fünfzig geifernde Männer im Kreis aufstellten,
jeder einen Haufen mit faustgroßen Steinen vor sich.
Sie begannen mit dem gezielten Werfen auf Dein kreischendes Haupt.
Wie Elektroschocks trafen Dich die ersten Geschosse.
In Zeitlupe kamen sie geflogen, mal schneidend, mal dumpf,
ein stechender Schmerz, als würde Dein Gehirn zersieden,
als würde Dein Gesicht zerfließen und Dein Schädel Risse bekommen.
Kein Gedanke mehr, nur noch einen Augenblick die Sonne sehen,
das Licht in sich speichern, den Lärm ringsumher vergessen,
nur das Zwitschern der Vögel und die Musik festhalten,
sich wehren mit aller Macht, sich dann hingeben, ohnmächtig.
Plötzlich eisige Stille und ein seltsames Zwielicht,
von außen das Sonnengold des Sandes, innen sterniges Geflimmer.
Nach zehn Minuten waren die Steine aufgebraucht,
die Männer ließen ab, und sie gruben Deinen Körper aus.
Noch atmete etwas in Dir, zwei Krankenschwestern nickten,
die Männer sammelten die Steine zusammen.
Vereinzelt regte sich Widerstand im Publikum, Rufe nach Erbarmen,
daraufhin feuerten die Milizen mit ihren Waffen auf die Zuschauer.

Dein Leichentuch wollte nicht weiß bleiben, Aisha.
Nur die Konturen Deines jungen Körpers schienen hindurch,
Dein Schädel war ein kalter zerborstener Scheiterhaufen.

Wie eine Puppe wurdest Du wieder in das Loch gesteckt.
Erneut flogen die Steine auf Deinen nun lautlosen Kopf,
der wie ein festgefrorener Ball hin und her schwankte, bis er zerbarst.
Die kleinen Trümmer lagen zerschmettert da, getunkt in hellem Blut,
beklebt mit der Mischung aus gelblicher Gehirnmasse und Staub.
Manche Fleischstücke deuteten noch ihren Ursprung an,
ein Augapfel war rund geblieben, im Kiefer steckten noch Zähne.
Dein zerfetztes Antlitz war keine furchtverbreitende Fratze des Todes,
es war nur ein Ding, eine Sache, von der die meisten dachten,
überzeugt waren, dass sie gemacht werden musste.
Die Sharia ist das Maß aller Dinge, der Imam hatte in deren Namen
Recht gesprochen, Steinigung blieb die gerechte Strafe.
Doch die Schüsse der Milizen trafen auch einen kleinen Jungen,
sein Vater hatte ihn zur Anschauung der Gebräuche mitgenommen.
Erst acht Jahre alt, wurde er verletzt und verblutete an Ort und Stelle.
Gleichzeitig mit Dir hatte er diese Welt verlassen müssen.
Für seinen Tod fanden die Islamisten große Worte der Reue,
ein wirklich unbeabsichtigtes und bedauerliches Versehen,
das passieren könne bei so einem bewegenden Ereignis.
Für Dich hatten sie kein einziges Wort übrig.

Dein Tod lässt die Säulen des Islam einstürzen, Aisha.
Kein Glaube ist beständig bedeutsam mit Händen voll von Blut,
Wozu kam der Prophet, wenn weiterhin getötet wird.

Advertisements

„Change“

November 5, 2008

Von ständigen Wiederholungen halte ich nicht viel, das erinnert mich zu sehr an Gehirnwäsche. Doch es wurde langsam Zeit, dass die inzwischen nervenden Parolen: „Yes, we can“ und „Change“ endlich den Zielpunkt erreicht haben. Natürlich war ich für Barack Obama, gar keine Frage, sein Herz scheint links zu schlagen, seine Worte richten sich ehrlich an wirklich jeden. Und was für ein faszinierend besonnener Hoffnungsträger, der rhetorisch äußerst brillant ist, der den Traum von Gerechtigkeit und Gleichstellung verkörpert.

Einen Wandel hat das Land auch bitter nötig, tiefer kann man ja politisch kaum sinken.

Und ich erinnere mich noch gut an die beiden letzten Wahlen, die Bush gewonnen hat, und die mich noch Wochen danach depressiv gemacht hatten. Völlig erschüttert und fassungslos über das geistesschwache Verhalten der Amerikaner saß ich damals in meiner dunklen Wohnung und habe nur noch heulen können.

Gestern nun hatte ich gewisse Bedenken, ob Obama es überhaupt schafft, meine Skepsis war zu stark von Misstrauen geprägt. Als nachts dann die ersten Bundesstaaten wählten und die Ergebnisse gesendet wurden, ging ich überstürzt ins Bett. Ich konnte es einerseits nicht aushalten, andererseits wollte ich früh aufstehen und zu einem amerikanischen Frühstück gehen und die Auszählung und das Endergebnis dann live sehen. Ich hatte mir fest vorgenommen, vor sechs Uhr aufzustehen, schließlich war es eine besondere Situation und die Wahl Obamas durchaus möglich. Aber ich wollte auf gar keinen Fall gehen, wenn McCain gewonnen hätte. So stellte ich meinen Radiowecker und machte mein Vorhaben von den Informationen abhängig.

Ich schlief schnell ein, sehr bald ging der Wecker an, der Sender war verstellt, ich hörte Unerwartetes, Musik und dann den Satz: „Obama hat die Wahl gewonnen“, wieder Musik, einen Song: „Stop me! Stop this change, I still love you!“. Ich merkte, dass es sich nicht um den Deutschlandfunk handeln kann, und ich suchte nach diesem Sender. Dort wurde bestätigt, dass Obama die Wahl wirklich gewonnen hat. Ich sollte doch mich freuen, dachte ich, aber ich war zu müde und etwas hinderte mich, überhaupt aufzustehen. Nebenbei hörte ich Beiträge über Obama und Ausschnitte aus seinen Reden. Ich konnte einfach nicht aufstehen, und ich war irgendwie nicht fröhlich, was ich überhaupt nicht verstand. Und so blieb ich liegen, solange bis es draußen wieder dunkel wurde, es war nun schon vier Uhr nachmittags.

Endlich quälte ich mich aus dem Bett, sofort machte ich den Fernseher an. Dort sah ich jubelnde, glückliche Menschen, und ich war sehr berührt von dieser Begeisterung. Obamas Siegerrede war ungewöhnlich ernst, ein enormer Druck lastete auf ihm. Mich nervte wie so oft das fortwährende Pochen auf den „Amerikanischen Traum“. Was bedeutet er, wenn man nur für sich selbst Reichtum und Erfolg hat, und nur darum ging es, jeder kann es schaffen, aber die anderen bleiben auf der Strecke, selbst Schuld, wenn die nicht hart genug arbeiten. Und dieser merkwürdige Patriotismus, dass Amerika so großartig sein soll, ist auch ziemlich dämlich, so einen Stolz auf ein Land kann ich nicht nachvollziehen, ebenso nicht die geglaubte singuläre Nabelschnur mit dem lieben Gott. Aber dieser messianische Anspruch auf alles hat leider immense Folgen. Wenn wenigstens nur der eigene Staat bankrott wäre, aber die Auswirkungen auf den Rest der Welt sind nun wirklich prekär. Schlimmer noch ist der Krieg gegen den Terror und die Verbreitung von Angst, die ganze Welt ist aus den Fugen geraten. Die Folgen der Bush-Regierung sind absolut verheerend, darüber herrscht ja auch allgemein Konsens. Ob nun Obama kam, sie wieder zu einzurichten, oder ob er an der Aufgabe verzweifeln muss, wenn er glaubwürdig und moralisch integer handeln will, wer weiß. Heikel jedoch ist die Irrationalität des Ganzen, er wird durch das Wunschdenken seiner Wähler zu einem Übermenschen konstruiert, er soll alles für sie lösen, dafür schenken sie ihm im Voraus ihre Bewunderung.

Es ist wohl unmöglich, einen Wandel auf die Schnelle zu erreichen. Die Staatskassen sind zu leer für die Erfüllung seiner innenpolitischen Versprechungen, und die globale Finanzkrise wiegt zu schwer. Auch die Todesstrafe wird er nicht abschaffen. Die Kriege wird er nicht beenden können, zu tief ist die Politik darin verstrickt, das Feindbild Osama bin Laden bestimmt weiterhin den Fokus, und zu welchen Konditionen wird Obama neue Bündnisse schmieden wollen. Ob Guantanamo geschlossen wird, ist auch so eine Frage. Was ist mit den beschädigten Bürgerrechten, dem Völkerrecht und dem Ansehen des Westens und Amerikas weltweit und mit der notwendigen Funktion der UNO und der sorgsamen Wahrung einer Balance der unterschiedlichen Kulturen. Und dann ist da noch der Klimaschutz, allesamt riesige Gebirge voll von Problemen.

Vereinen und Versöhnen ist Obamas Ziel, wie er sagt, die Gemeinsamkeiten suchen und finden, das klingt positiv, aber es bleibt wahrscheinlich begrenzt auf die Bedingungen der eigenen Gesellschaft, die Betonung liegt auf den Vereinigten Staaten. Für jeden Menschen ein würdevolles Leben in Freiheit mit einem Maß an Sicherheit und Wohlstand, ausnahmslos für jeden, eine so gute und einfache Idee von Gerechtigkeit, doch zu viele wollen sie aus eigennützigen Gründen nicht realisieren. Eine neue Ära der Geschichte wird sicher nicht eintreten, die Grenzen der Macht wird Obama bald spüren. Und er muss dann auch die schreckliche Verantwortung tragen, wenn seine Soldaten auf dem Schlachtfeld fallen, wenn in den Kämpfen Unschuldige ihr Leben verlieren, und genauso die Schuld, wenn er den Frieden nicht zu wahren versteht.

Heute jedoch überwiegt die Freude in vielen Regionen der Erde. Ich schaue gebannt auf den Fernseher. Obama berührt die Seelen, er hat ein wahrhaft ikonenhaftes Gesicht und fast die Ausstrahlung eines Erlösers. Die amerikanisch christliche Heilserwartung ist mir zutiefst suspekt, doch es bündeln sich nun mal alle Erwartungen und Projektionen in dieser einen Person, ein seltsames Zeichen der Zeit. Trotz meiner skeptischen Überlegungen möchte ich mich unbedingt freuen, der erste Schritt in eine bessere Welt scheint gemacht. Obama wird viel bewegen können, die Leute lieben ihn, sie setzen auf ihn, sie hängen an seinen Lippen. Er verkörpert die ganze Hoffnung, eine Lichtgestalt, die überallhin strahlt und Kraft und die Energie des Aufbruchs verströmt.

Die Zeit vergeht rasch, ich wollte heute eigentlich abends zu einem Vortrag gehen, der sich mit den US-Wahlen beschäftigt, aber ich werde merkwürdigerweise immer trauriger. Diese unermessliche Hoffnung, die sich durch einen einzigen Menschen ausdrückt, ist so zerbrechlich. Und was passiert, wenn sie zerbricht, die Träume und das Vertrauen der Menschen wären für eine lange Zeit zerstört. Es würde sich vieles zum Negativen ändern, wir wären womöglich beinahe verloren.

Ich bin nicht wirklich froh, obwohl ich mir so sehr gewünscht habe, dass Obama gewinnt. Meine Gedanken werden zunehmend düsterer. Ich will heute auch nirgendwo hingehen, ich bleibe vor dem Fernseher sitzen und weine den ganzen Abend, es sind keine Tränen der Erleichterung.

Weshalb genau ich weine, das will ich gar nicht wissen.