Gott

Wer an ihn glaubt, bezweifelt eigentlich nicht, dass Gott allmächtig, allwissend und allgütig ist.

Aber wir erfahren täglich, dass unsere Welt so überhaupt nicht diesem Ideal entspricht.

Warum hat Gott die Welt in dieser Form ans Licht gerufen, wenn er doch auch eine bessere hätte ersinnen können?

Wieso konnte und kann ein Gott so viel Elend zulassen?

Weshalb leben wir auf so einem grausam schönen Globus?

Unser Kopfzerbrechen darüber mündet in Ratlosigkeit.

Aber wenn Gott allmächtig ist, dann wäre es ihm möglich, einen Stein zu erschaffen, den er selbst nicht zu heben in der Lage ist.

Und er hat die Option diesen Stein zu schaffen, den er nicht heben kann, es steht in seiner Macht, eben diese auch freiwillig zu beschränken.

Dieser Stein, den er nicht mehr heben kann, das sind wir Menschen.

Wir sind etwas, das sich außerhalb seiner Kontrolle befindet.

Er wusste doch, was er tat, für uns seine Allmacht aufzugeben, auch wenn er ahnte, dass wir Menschen uns selbst unser Unglück bereiten.

Seine Güte hat er uns bewiesen, indem er uns die unbegrenzte Freiheit des Lebens schenkte.

Und das mit allen Konsequenzen, mit den vollen Vertrauen, dass wir uns ihm würdig erweisen.

Aber das bedeutet auch, dass wir im Leben allein sind, schutzlos, völlig auf uns gestellt.

Es ist niemand da, der uns hilft, es ist nur jemand da, der auf uns setzt.

Wir entscheiden selbst darüber, wie wir handeln, und wir haben die absolute Verantwortung dafür.

Für all die Desaster und Katastrophen unseres Daseins.

Für unsere Gier, unsere Verachtung, unseren Hass, unsere Kriege, das gegenseitige Töten.

Auch für unsere Anmaßung eines Anspruchs auf Wahrheit einer jeglichen Religion, die uns somit mehr trennt, als sie uns vereint.

Nicht umsonst ist uns die Gabe der Mitmenschlichkeit, der Erkenntnis und der Würde gegeben, mit einem göttlichen ambivalenten Hauch beseelt, der sich durch die Liebe, aber auch durch deren Qualen, spiegelt.

Das Wesen unserer Welt ist die Ohnmacht Gottes.

Sein Leiden macht unser Leiden nicht sinnvoller, aber es lässt uns hoffen.

Unsere Lebenszeit ist genauso begrenzt wie ein Stein in seiner Ausdehnung.

Erst mit dem Tod lösen sich diese Fesseln, und wir sind ganz bei dem, was wir Gott nennen dürfen.

Bei unserem einzigen Ziel, das zu erreichen wir geboren wurden und welches uns trotz allem, was wir auf Erden getan haben, nach dem Sterben erwartet:

Frieden.

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