Schrei nach Frieden

Sind diese Schreie nicht dem Kriegsgeheul so ähnlich, dass die Angst in uns hoch steigt.

Laut wie die tief fliegenden Flugzeuge, die den blauen Himmel zerrissen hatten und eine undurchdringliche Wolke des Schreckens in unser aller Leben brachten.

Diese kriegerischen Nebelschwaden machen uns immer noch bewusstlos und mürbe.

Wir erinnern uns kaum daran, dass der Weg vom Ursprung bis zur Schaffung einer unblutigen Gemeinschaft mit Leichenbergen gepflastert war.

Im Wohlstand vergraben, vergessen wir den Rest der Welt, der auch mit der Energie der Einforderung seines Lebens beseelt ist.

Einen Spiegel, den wir zwischen uns und dem Elend aufbauen, halten wir für die beste Verteidigung als den Nabel für unsere Aufmerksamkeit.

Nur beim Abendessen flimmern uns die planetenfernen Tragödien ins Haus wie kleine Handlanger, um unsere Sattheit zu fesseln.

Unser Mitgefühl steht gut verankert auf dem Papier.

Die dunklen Teile unserer Geschichte rollen wie in einer schiefen Ebene auf andere Kontinente und lagern dort wie Minen in den trostlosen Böden.

Von dort aus gesehen, muss es ein Hohn sein, wie sich hier das Geld im Luxus räkelt.

Trotzdem fügen sich so viele in diese Traurigkeit und hoffen auf nachweltliches Glück.

So wie das Firmament uns an Sinn gemahnt, lagert die Freiheit auf Erden wie ein leeres Buch.

Die Liebe ist immer noch die Herrin aller Dinge, sonst wären wir Menschen schon längst den Ameisen gewichen, die die effizienteste Staatsform beherrschen.

Doch wir sollten nichts wirklich dirigieren wollen, nur mit behutsamer Zuversicht versuchen zu begreifen, wie die Schöpfung gemeint ist.

Es hätte ein jeder genug zu essen und zu trinken und ein Dach über dem Kopf und die Zukunft in seinen neugierigen Blicken.

Aber nicht nur der Hunger macht manche Gehirne zu grausamen Schlangen, auch die Gier nach einer ruhmreichen Stellung in den Mausoleen der Macht.

Die Gabe des Tötens ist wie die schwarze Flamme neben dem Siegel der Propheten.

Doch die gebotene Hingabe wird durch das schmerzvolle Feuer verdunkelt.

Und diese Schreie darin sind es, die uns eigentlich umarmen wollten und doch aus der Verzweiflung ein Desaster schmiedeten.

So nah am inneren Frieden und doch so verblendet vom eigenen Tun peitschten sich die Krieger in unsere versteinerten Augen.

Es war die Erinnerung daran, der Liebe zu dienen.

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