Archive for Juni 2008

Gute Miene zu bösem Spiel

Juni 29, 2008

Wenn ein Spaziergang durch dichtes Gras auf einer Mine endet, fehlt einem etwas, ein oder zwei Beine, vielleicht ein Arm oder gleich der Rest des Lebens, von einem Moment auf den anderen.

Das passiert ständig in dieser Welt, vor allem trifft es Kinder beim Spielen. Sie werden in der Luft zerrissen und ihre kleinen Körper liegen in Stücken auf dem blutigen Boden.

Falls sie überleben, müssen sie ihr trauriges Dasein eher fristen als ein würdiges Leben zu führen. In ihren Augen stehen permanent die Tränen und die Frage nach dem Warum.

Jeder findet das schrecklich und schlimm, wenn er diese Fotos sieht. Die armen Menschen, so etwas will doch keiner und schon gar nicht die verstümmelten Kinder sehen müssen.

Es gibt Tausende davon und jedes Jahr kommen Tausende hinzu, auch wenn sie weit weg sind von unseren Wohnzimmern.

Aber auch wir haben diese Verstümmelung ihrer Körper und Seelen zu ihnen gebracht in Form von Landminen und Streubomben und das jahrzehntelang.

Es war doch Krieg, lautet das gängige Argument, der Feind muss mit allen Mitteln bekämpft werden. Und gerade Streubomben haben eine erwiesene militärische Nützlichkeit, meinen die dafür verantwortlichen Streitkräfte.

Nur merkwürdig, dass diese Streubomben die einzige Waffe ist, die eine Versagerrate von bis zu vierzig Prozent hat. Welcher Kriegsherr würde normalerweise so eine Ausschussquote dulden?

Wie ein schlimmer Regen stürzen die Teile hinab, wenn sich die Bombe in der Luft geöffnet hat. Einige von den Minisprengsätzen detonieren in der Luft, aber viele verteilen sich nicht detoniert über ein riesiges Gebiet. Da liegen sie dann und warten hinterhältig, bis sie jemand berührt.

Und gerade das ist es, was die Streubombe anscheinend so außerordentlich beliebt macht bei den Militärs. Es gefällt ihnen wohl zu wissen, dass die Bomben allein nicht ausreichen. Es müssen auch noch die kleinen Blindgänger auf den Wiesen liegen, die die Einwohner in Stücke reißen.

Sie sind nichts anderes als Minen, auch wenn man diese schon vor einigen Jahren mit der Ottawa-Konvention verboten hat. Allerdings galt das nur die Antipersonen-Minen.

Anti-Fahrzeugminen, Fernminen und Flächenverteidigungsminen sind immer noch erlaubt. Nur können diese Minen nicht zwischen einem Schulbus und einem Panzer unterscheiden. Und Anti-Panzerminen enthalten häufig auch weiterhin noch Anti-Personenminen zum Räumschutz.

Es liegen wahrscheinlich noch mehr als einhundert Millionen Minen in ca. vierzig Ländern in der Erde. Und täglich werden Menschen dadurch verletzt und getötet, meistens Frauen und Kinder.

Fleißig werden weiter neue Minen-Systeme produziert, miteinander kommunizierende und hüpfende, die nicht verboten sind. Der Einfallsreichtum der Waffenproduzenten ist immens. Vor allem sind diese Waffen ein sehr einträgliches Geschäft. Außerdem findet man immer einen Ausweg, um Verbote zu umgehen.

Doch nun soll es auch der Streubombe an den Kragen gehen. Diesmal hat man sich in Dublin einigen können, diese grausame Streumunition verbieten zu wollen.

Noch ist das Abkommen nicht rechtskräftig. Die jeweiligen Regierungen müssen noch grünes Licht geben, bevor es in Oslo unterzeichnet werden kann.

Aber man fragt sich doch, wieviel Menschenverachtung dahinter steht, dies nicht zu tun?

Nicht nur, dass Russland, was nicht überrascht, China, genauso, Pakistan und Indien, sehr traurig, Israel, auch nicht sehr sympathisch, sondern eben auch die USA, angeblich die große Stimme der Demokratie und Freiheit, überhaupt nicht an dieser Konferenz teilgenommen haben, sondern auch Deutschland windet sich, eine klare Position zu beziehen.

Eine Art deutscher Dreistufenplan wurde vorgelegt mit Übergangsphasen. Es gäbe nicht ausreichend andere Munition, heißt es, für Einsätze mit hoher Intensität und zur kollektiven Verteidigung.

Was haben die denn eigentlich vor?

Wie fühlen sich die Chefs von den Firmen Diehl, Rheinmetall und die von Daimler kontrollierte EADS, die solche Streubomben produzieren?

Deutsche Wertarbeit wird wohl immer noch weltweit geschätzt, auch tödliche.

Und deutsche Geschichte und die Verantwortung, die daraus erwächst, wird feierlich an Gedenktagen zu Markte getragen in den von der Macht zermürbten Gesichtern unserer Politiker. Sie wissen, was sie zu verbergen haben.

So verlogen ist dieses Spiel, das leider keines ist, weil es so bittere und ernste Folgen für so viele Menschen hat. Und wie nehmen das so hin, es betrifft uns nicht weiter.

Was würde sein, wenn wir hier nicht mehr unbeschwert über unsere Felder streifen könnten?

Wenn unsere Kinder nicht mehr spielen könnten, wo sie wollten?

Wenn sie blutüberströmt nach Hause kämen oder gar nicht mehr?

Würden wir immer noch die Hersteller von Minen und Streubomben gewähren lassen?

Würden wir weiterhin lächeln können?

Lichter

Juni 25, 2008

Vielleicht ist uns das, wovon wir glauben, es sei das Fernste, das Allernächste in uns.

Wenn wir in den Himmel schauen, sehen wir am Tage unsere eigene Blindheit, ein bewegtes graues und ein klares blaues Gewölbe.

Nichts dahinter können wir erblicken, zu grell und kraftvoll leuchtet uns ein einziger Stern, der uns das Augenlicht zu nehmen versteht, wenn wir sein Licht nicht achten.

Umso sehender macht uns die Nacht, wie Nadelstiche auf dunklem Boden glitzert uns eine Vergangenheit entgegen, als Zukunft getarnt, mit dem Versprechen, eine Ewigkeit zu sein, verheißungsvoll in Schönheit und grausam als eine Existenz ohne uns.

Das Schauen lässt uns denken, das Denken lässt uns schauen, immer tiefer in den Kosmos, den Lichtspuren folgend, ins Offene hinein, ins endgültige Urlicht.

Da, wo wir den Ursprung vermuten, die Unberührtheit, den Anfang aller Dinge und die Güte.

Wir können uns sicher sein, dass es die guten Gründe sind, die uns den Atem gaben, um mit der Sprache die Welt zu erzeugen, die uns umgibt und die in uns wohnt und diese wiederum nach außen trägt wie eine Welle aus Zeit.

Jeder hat seine Silhouette eines Bogens der Begrenzung auf Erden mit dieser tiefen Sehnsucht nach traumwandlerischem Dasein, in dem es keine Auslöschung mehr gibt, keine Furcht vor dem Bekannten und Unbekannten.

Eine endgültige Dunkelheit gibt es nicht, das lehrt uns das Firmament und das Schließen unserer Augen, wenn uns dort ein buntes Lichtermeer entgegen flimmert.

Aus diesem inneren Ort erschafft uns ein Schein, der uns glauben macht, uns in der Schwebe hält, uns manchmal die einfachsten Schritte verweigert.

Und doch hat die Weisheit Fuß gefasst in immer neuen Gewändern. Wir greifen nach diesem schweren Tuch, um nicht an unserer Unzulänglichkeit zu erfrieren.

Uns hält ein exaktes Gerüst von Konstanten, mit Wegen aus tanzendem Staub, der seine Gesetze aus Buchstaben und Zahlen kennt.

Wir bannen unser Umgreifen der Sachverhalte auf Stein und auf Papier, nunmehr spiegelt sich die Komplexität in unserer digitalen Vernetztheit wider.

Eine Entschlüsselung ist nicht vorgesehen, unser Unvermögen zeigt uns der ständige Gefährte Zufall, Freund und Feind.

Was würden wir auch tun, wenn wir alles wüssten, die Gnade zu leben wäre vielleicht nicht mehr möglich.

Unser hiesiges Leid könnte so als Trost verstanden werden.

Unsere Gedanken sind der Dynamik der Himmelskörper so ähnlich, Lichter, die sich verketten und auseinander treiben. Wie Galaxien rotieren sie im Raum, Strukturen aus Sinn und Unsinn, Sterne werden täglich geboren, andere fallen in sich zusammen, einige leuchten unheimlich, wieder andere explodieren und verschenken ihre Kraft, manche scheinen fast farblos.

Düster lauern die schwarzen Löcher, zeigen uns den Abgrund in die Bedeutungslosigkeit und verschlingen so manchen Willen.

Was zu sterben scheint, erzeugt genau dadurch einen Leuchtpunkt der Wiederkehr in seiner Ausdehnung zur Vollendung.

Zusammen hält alles eine dunkle Energie, ohne sie würden die Feuerräder zerstrahlen, uns strahlt sie in Form von Musik in die Welt.

Musik ist der sichere Beweis für das Göttliche, das uns trägt.

Unser All ist unser Gehirn, maßlos an Möglichkeiten, wie Blitze schließen sich unsere Sätze kurz, werden und vergehen wieder, Träume verweben sich mit Tatsachen.

Liebe ist die einzige Pforte, durch die man für einen kurzen Moment die ordnende Gewissheit erfasst und sehen kann, dass die gesamte Welt in nur zwei Hände passt.

Ort Himmlischer Frieden

Juni 21, 2008

Steine und Teer treten sie

mit ihren teuer beschuhten Füßen

aus allen Kontinenten

und schaler Bewunderung

für das aalglatte Wolkenkratzertum

neben der verknöcherten Unerlaubtheit

im Takt schreiten die Uniformierten

mit geleckten Stiefeln und blöden Hirnen

waffenstrotzend im Sicherheitswahn

gegen die zerschnittenen Pulsadern

des Rufes nach eigenem Recht

das alte schwarze Blut trocknet

weiter im Kerker der Vergessenen

doch die Angst lagert unter dem Pflaster

der Lavastrom der Revolte ist nicht versiegt

es kriechen die Spukbilder der Panzer

über die lichtblauen Mattscheiben

am verordneten Frohsinn vorbei

hinein in die schuftenden Leiber

mit den versiegelten Blicken

für das Unerreichbare hinter Glas

Fesseln werden fortwährend mit Brutalität

in die Gedanken gepeitscht

sie diktieren die süße Zukunft für alle

als ein gnadenloses Versprechen

um die Windschiefe der Herrscher

mit ewiger Geltung zu bemänteln

die Rechtfertigung dafür glotzt

über den nackten ungerührten Platz

zur eigenen Leiche hinüber

Schöne Schlachten

Juni 18, 2008

Politiker geben vor, keinen Krieg zu wollen, nur den Frieden und die Freiheit.

Durch diesen selbsternannten Idealismus rechtfertigen sie jede kriegerische Handlung.

Mit Hilfe der Medien nehmen sie ihr Volk als eine Geisel in unmündigen Gewahrsam.

Der Glauben wird als Vertrauensbasis propagiert und darf nicht angefochten werden.

Und die Welt teilt sich in die unsinnige Schlichtheit von Gut und Böse.

Das Leben scheint wieder übersichtlicher und eindeutiger zu sein.

Es gibt endlich das fragwürdige Glück des Dafür und Dagegen.

Komplexität wird wie der Zweifel an die Kette der ewig Gestrigen gelegt.

Jegliche Hinterfragung der Presse wir als feindliche Komplizenschaft angesehen.

Es wird felsenfest behauptet, dass der Krieg der einzige Ausweg ist.

Die neuesten Tötungstechnologien warten schon auf ihren Einsatz.

Simulierte Gefechte am Computer sind auf Dauer nicht zufriedenstellend.

Das Vergnügen tritt erst dann ein, wenn es ein echtes Gemetzel gibt.

Dabei wird zivilisiert exakt mit Präzision und Sorgfalt vorgegangen.

Und der Tod sieht aus der Ferne wie ein heller Lichtblitz aus.

Es sind die Sterne am Boden der Wüste, am Gemäuer der Städte.

Bombardements werden als ein Akt der Nächstenliebe begriffen.

Die Wiege des Heldentums als Ort in der Geschichte schaukelt kalkuliert und fordernd.

Der Mythos von den genauen Berichten darüber ist gleich mit eingebettet.

Soldaten werden zu unerschütterlichen Kampfmaschinen stilisiert.

Junge Gier nach Selbsterfahrung kennt kein endgültiges Schicksal.

Das menschliche Leid ist im gesellschaftlichem Tabu eingekerkert.

Bilder von Verstümmelten, Verkohlten sind unpopulär und irrelevant.

Der reale Schnitt in eine Landkarte muss sauber verkauft werden.

Doch die Technik hat den dreckigen Krieg noch nicht ganz verdorben.

Im Häuserkampf lauern immer noch der schnelle Herzschlag und der flache Atem.

Waffen in den rauen Händen schafft den raschen Hauch von Allmacht, die sich ganz einer bestialischen Würdelosigkeit übereignet.

Die Zeit ist ganz dem Jetzt verfallen und reibt sich närrisch an der Zukunft.

Auslöschen von Leben ist so elementar wie Hunger und Durst geworden.

Ein Problem ist immer das Töten eines einzelnen Menschen.

Der Mord an Tausenden jedoch ist bloß Historie.

Nach der Schlacht ist vor der Schlacht.

Wir und Burma

Juni 15, 2008

Die Zustände in Burma sind so unsagbar schlimm, aber trotzdem sieht man in den dortigen Gesichtern immer noch eine tiefe Demut, das Leid zu ertragen.

Sie warten ohne Obdach an den Straßenrändern und hoffen auf Hilfe. Aber da kommt kaum etwas an. Die Regierung gab ihrem Volk nicht mehr als ein Kilo Reis pro Familie, wenn überhaupt, sie könnten doch Frösche essen. Und so sitzen sie tagein, tagaus und warten und hoffen und schweigen in Trauer um ihre vielen Angehörigen.

Die Flüsse sind voller Leichen, die Häuser nur noch Schuttberge, die Pagoden zerstört, nur einzelne Buddhas ragen in den trüben Himmel.

Hunger, Hunger, immer wieder Hunger, Durst und Furcht vor der nächsten Katastrophe sind die Realitäten. Das Saatgut ist verfault, kein neues in Sicht, das heißt im Klartext:

Weiter nichts als Hunger.

In der Heimstadt der Könige, so heißt die neue Hauptstadt Burmas, schließt sich die Militärjunta mit ihrem Reichtum in ihre eigene Welt ein. Als kürzlich eine Tochter des Regierungschefs, der sich Herrscher des Universums nennt, heiratete, war sie über und über mit Brillianten behängt.

Die Militärs plündern weiter das Land und das mit Hilfe von fast einhunderttausend Kindersoldaten, billige und willige Werkzeuge ihrer Willkür.

Not, Gewalt und Unterdrückung, Elend und bittere Armut sind seit Jahrzehnten an der Tagesordnung.

Die Regierung hatte es noch nicht einmal nötig, das Volk vor dem Wirbelsturm zu warnen, es hätte sehr viel weniger Opfer gegeben. Aber sie können tun und lassen, was sie wollen.

Selbst die ausländische Hilfe haben sie größtenteils verweigert oder als ihre eigene ausgegeben, indem sie die Pakete schamlos umetikettierten.

Ganze Schiffe mit Hilfsgütern mussten wieder abdrehen, weil die Junta sie nicht in ihre Häfen ließ.

Die Bewohner wissen das alles sehr gut, sie hören es im Radio.

Aber es herrscht weiterhin weltweites Schweigen über die Zustände dort.

In der Uno könnte man einen übergesetzlichen Notstand berufen. Es wurde vor drei Jahren eine Art Schutzverantwortung der internationalen Gemeinschaft beschlossen, die ist völkerrechtlich jedoch unverbindlich.

Außerdem würden China und Russland ihr Veto einlegen, und wer will sich schon mit diesen beiden Giganten herum zanken.

Und so kobolzt eben auch unser Außenminister artig mit rotem Pionierhalstuch in den Schulen durch China und normalisiert auf diese Weise unsere wirtschaftlichen und politischen Beziehungen.

Ein breites Fundament des Verständnisses auf allen Ebenen sei wieder für unsere Geschäftsinteressen hergestellt, heißt es.

Doch ohne die staatlich chinesische Unterstützung wäre das burmesische Militärregime auf Dauer nicht überlebensfähig.

Die Sache mit Burma wird sich bestimmt bald wieder beruhigen, es gibt ja genug andere Katastrophen.

Mehr als einhunderttausend Tote sind ein Leichengebirge von einem unvorstellbaren Ausmaß, wenn man diese toten Körper alle übereinander legt.

Man sollte es der Welt vor die Füße kippen.

Schrei nach Frieden

Juni 13, 2008

Sind diese Schreie nicht dem Kriegsgeheul so ähnlich, dass die Angst in uns hoch steigt.

Laut wie die tief fliegenden Flugzeuge, die den blauen Himmel zerrissen hatten und eine undurchdringliche Wolke des Schreckens in unser aller Leben brachten.

Diese kriegerischen Nebelschwaden machen uns immer noch bewusstlos und mürbe.

Wir erinnern uns kaum daran, dass der Weg vom Ursprung bis zur Schaffung einer unblutigen Gemeinschaft mit Leichenbergen gepflastert war.

Im Wohlstand vergraben, vergessen wir den Rest der Welt, der auch mit der Energie der Einforderung seines Lebens beseelt ist.

Einen Spiegel, den wir zwischen uns und dem Elend aufbauen, halten wir für die beste Verteidigung als den Nabel für unsere Aufmerksamkeit.

Nur beim Abendessen flimmern uns die planetenfernen Tragödien ins Haus wie kleine Handlanger, um unsere Sattheit zu fesseln.

Unser Mitgefühl steht gut verankert auf dem Papier.

Die dunklen Teile unserer Geschichte rollen wie in einer schiefen Ebene auf andere Kontinente und lagern dort wie Minen in den trostlosen Böden.

Von dort aus gesehen, muss es ein Hohn sein, wie sich hier das Geld im Luxus räkelt.

Trotzdem fügen sich so viele in diese Traurigkeit und hoffen auf nachweltliches Glück.

So wie das Firmament uns an Sinn gemahnt, lagert die Freiheit auf Erden wie ein leeres Buch.

Die Liebe ist immer noch die Herrin aller Dinge, sonst wären wir Menschen schon längst den Ameisen gewichen, die die effizienteste Staatsform beherrschen.

Doch wir sollten nichts wirklich dirigieren wollen, nur mit behutsamer Zuversicht versuchen zu begreifen, wie die Schöpfung gemeint ist.

Es hätte ein jeder genug zu essen und zu trinken und ein Dach über dem Kopf und die Zukunft in seinen neugierigen Blicken.

Aber nicht nur der Hunger macht manche Gehirne zu grausamen Schlangen, auch die Gier nach einer ruhmreichen Stellung in den Mausoleen der Macht.

Die Gabe des Tötens ist wie die schwarze Flamme neben dem Siegel der Propheten.

Doch die gebotene Hingabe wird durch das schmerzvolle Feuer verdunkelt.

Und diese Schreie darin sind es, die uns eigentlich umarmen wollten und doch aus der Verzweiflung ein Desaster schmiedeten.

So nah am inneren Frieden und doch so verblendet vom eigenen Tun peitschten sich die Krieger in unsere versteinerten Augen.

Es war die Erinnerung daran, der Liebe zu dienen.

YES, I CAN!

Juni 9, 2008

Yes, I can!