Steine und Teer treten sie
mit ihren teuer beschuhten Füßen
aus allen Kontinenten
und schaler Bewunderung
für das aalglatte Wolkenkratzertum
neben der verknöcherten Unerlaubtheit
im Takt schreiten die Uniformierten
mit geleckten Stiefeln und blöden Hirnen
waffenstrotzend im Sicherheitswahn
gegen die zerschnittenen Pulsadern
des Rufes nach eigenem Recht
das alte schwarze Blut trocknet
weiter im Kerker der Vergessenen
doch die Angst lagert unter dem Pflaster
der Lavastrom der Revolte ist nicht versiegt
es kriechen die Spukbilder der Panzer
über die lichtblauen Mattscheiben
am verordneten Frohsinn vorbei
hinein in die schuftenden Leiber
mit den versiegelten Blicken
für das Unerreichbare hinter Glas
Fesseln werden fortwährend mit Brutalität
in die Gedanken gepeitscht
sie diktieren die süße Zukunft für alle
als ein gnadenloses Versprechen
um die Windschiefe der Herrscher
mit ewiger Geltung zu bemänteln
die Rechtfertigung dafür glotzt
über den nackten ungerührten Platz
zur eigenen Leiche hinüber
Schlagworte: Himmlischer Frieden